Das perfekte Foto

Das perfekte Foto

Das perfekte Foto

Heutzutage haben wir mehr Möglichkeiten als jemals zuvor, Erinnerungen festzuhalten und mit anderen zu teilen. Auch gab es noch nie so viele Bilder im Internet auf die man zugreifen kann um sich inspirieren zu lassen. Jeden Tag gibt es schöne Dinge zu entdecken und einzigartige Erinnerungen zu verewigen. Das, was wir sehen scheint für viele fast unmöglich zu sein in diesem Maße in einem Foto festzuhalten und den Charakter zu bewahren. Doch wie kann man das perfekte Foto machen und eine ideale Vorlage schaffen um den Moment für immer festzuhalten und sich gut und gerne an diesen zu erinnern? Natürlich gehört für das ideale Bild Talent und ein gewisser Lerneffekt dazu, es gibt jedoch einige Tricks, die ihr anwenden könnt, um euer Lieblingsmotiv durch die Linse der Kamera einzufangen.

Das perfekte FotoDas Motiv zunächst visualisieren hört sich zwar nicht nach dem Durchbruch der Fotografie-Theorie an, wird jedoch meist vergessen. Visualisiere das Objekt, bevor du es überhaupt mit der Kamera fixierst. Wie möchtest du am Ende das Motiv dargestellt sehen? Welche sind die Vorteile des Objektes, das Highlight und was ist es, dass das Bild von all den anderen hervorstechen lässt? Und wie kannst du all diese Faktoren in einer Komposition in deinem Foto einfangen? Sich über diese Fragen im Vorhinein Gedanken zu machen ermöglicht es dir, die geeigneten Einstellungen für das Bild zu wählen und du ersparst dir einige Zeit, die du sonst mit Nachbearbeiten verbracht hättest. Viele Fotografen begehen den Fehler, sich zu sehr auf Nachbearbeitungs-Tools wie Photoshop zu verlassen ohne zuerst den Fokus auf das perfekte Foto zu legen.

Die Drittel-Regel ist ein Begriff, der sich an der Theorie des Goldenen Schnittes orientiert ist ein Grundsatz in der Fotografie, der dir helfen kann, den häufigsten Anfängerfehler zu vermeiden. Der Gedanke, dass das Bild in den Mittelpunkt des Kamerasuchers platziert werden muss ist weit verbreitet, jedoch ein großer Irrtum! Wenn diese Technik angewandt wird, ist das Ergebnis bestenfalls mittelmäßig einzustufen. Mit anwenden der Drittel-Regel ist es möglich, mehr Tiefe, Interesse und Aufmerksamkeit in den Fotos zu schaffen. Dazu muss man sich vorstellen, der Kamerasucher wäre in drei Drittel geteilt. Die Schnittpunkte geben an, wo die Objekte von Interesse zu platzieren sind um eine gute Komposition zu bewirken.

Den zentralen Gegenstand des Fotos einzurahmen ist eine weitere Möglichkeit eine gute Fotografie zu erstellen. Dafür gibt es zahlreiche Möglichkeiten, einige davon stellt die Natur zur Verfügung. So können Bäume beispielsweise genutzt werden um Personen zu umrahmen und zu umschmeicheln. Dadurch kommt es zu interessanten Texturen und der Fokus wird auf das jeweilige Objekt gelenkt. Dabei sollte das Gesicht der Person jedoch auch nicht direkt in die Mitte des Fotos platziert werden, sondern in das obere Drittel, um nicht vom wichtigsten Teil des Fotos abzulenken.

Die Tricks für das perfekte Sport– Foto

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Die schnelle Action von Sport in einem Foto festzuhalten ist eine der Königsdisziplinen der Fotografie. Die Schnelligkeit, die Sport so aufregend und einzigartig macht führt dazu, dass es sich bei dem einfangen dieser Momente durch die Kameralinse eine echte Herausforderung für den Fotografen ergibt. Der Trick um zum Erfolg zu kommen und gute Sport –Bilder zu produzieren ist es die Kamera vor dem Event fachgerecht aufzubauen und die richtigen Einstellungen zu wählen sodass wenn das Event losgeht man sich keine Gedanken über Einstellungen machen muss sondern sich auf die Action konzentrieren kann. Die folgenden Einstellungen sind gute Methoden um detaillierte, scharfe Fotos und Videos mit viel Atmosphäre und in jeder Situation produzieren zu können.

Das perfekte FotoNutze die Verschlusszeit deiner Kamera. Dies ist das wichtigste Tool bei bewegten Fotografien. Wenn deine Verschlusszeit nicht schnell genug ist, werden deine Bilder verschwommen, enttäuschend und egal wie viel Zeit du in die Nachbearbeitung investierst: Photoshop kann die Bilder dann auch nicht mehr retten. Schalte bitte die Blendeautomatik und wähle eine Verschlusszeit von 1/500 einer Sekunde. Dies eignet sich für den Anfang sehr gut und sollte schnell genug sein, um gute Fotos von der Sportaction festzuhalten. Wenn möglich nimm ein Test – Bilder im Vorhinein auf um zu sehen wie scharf diese sind. Falls dies nicht möglich sein sollte, überprüfe in regelmäßigen Abständen deine Ergebnisse. Es ist gut möglich, dass du auf 1/1000 per Sekunde hochschalten musst um sehr schnelle Sportarten wie Motorradfahren festhalten zu können.

Das perfekte FotoÖffne deine Blende, um die hohen Verschlusszeit-Geschwindigkeiten erreichen zu können, die nötig sind um das Sport-Event gut einfangen zu können. Dazu solltest du die Blende schön weit öffnen. Bei sehr schnellen Linsen wie professionelle Sport- Fotografen sie oft haben kann es auch gut sein, dass du die Blende nicht bis zum äußersten Maximum öffnen musst, wenn du jedoch nicht das Glück hast eine so teure Linse zu besitzen, musst du deine Linse so weit wie möglich öffnen. Das bewahrheitet sich vor allem, wenn du drinnen fotografierst, da die Lichtverhältnisse oft schlecht sind. Beim Benutzen einer Zoom-Linse ist es verlockend so nah wie möglich an das Motiv ran zu zoomen, jedoch ist deine Linse an diesem Ende des Bereiches am engsten. Als Kompromiss zwischen dem füllen des Bildes und genug reinlassen von Licht ist es am besten, die Linse mittig einzustellen. Ein weiterer Vorteil, der mit dieser Einstellung kommt ist, dass es alle Ablenkungen im Hintergrund ausblendet, die Aufmerksamkeit direkt auf die Spieler lenkt und somit mehr Drama kreiert.

Benutze den Burst-Modus. Sport und Bewegung laufen schon per Definition schnell ab und dann kann es natürlich schwer sein, dabei zu bleiben und nichts zu verpassen. Den Burst-Modus zu aktivieren und so 4 bis 6 Schnappschüsse auf einmal zu machen erhöht deine Chance den perfekten Moment einzufangen. Dabei ist zu bedenken, dass der Burst-Modus deine Speicherkarte deutlich schneller füllt, deswegen sollte man eine mit hoher Speicherkapazität wählen, eine weitere mitbringen oder Halbzeiten nutzen um schlechte Bilder zu löschen. In JPEG aufzunehmen stellt dir ebenfalls mehr Speicherplatz zur Verfügung, auch wenn die Qualität der Aufnahmen nicht so gut sein wird wie Aufnahmen in RAW.

Die Tatsache, dass eine im konventionellen Sinn technisch fehlerhafte Aufnahme gefühlsmäßig wirksamer sein kann als ein technisch fehlerloses Bild, wird auf jene schockierend wirken, die naiv genug sind zu glauben, dass technische Perfektion den wahren Wert eines Fotos ausmacht.
- Andreas Feininger

All diese Tipps kann man sich zu Herzen nehmen, sie anwenden und daraus lernen. Jedoch kommt es nicht nur darauf an, diese am Ende perfekt einzusetzen, sondern mit Spaß und Leidenschaft zu fotografieren. Das ist dann meist schon automatisch auf den Fotos zu erkennen. Also: probiert euch aus und findet euren eigenen Stil. Dann kommt das perfekte Foto eines Tages!